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Inklusive Bambinistunde

13. August 2019

Inklusive Bambinistunde im Reit- und Fahrverein Würtingen e.V.

Der Reit- und Fahrverein Würtingen lebt Inklusion bereits seit vielen Jahren und in vielen Bereichen und hat in der Vergangenheit schon einige Auszeichnungen für sein vorbildliches Engagement verliehen bekommen. Nun wurde das Angebot der gelebten Inklusion um ein weiteres Segment ergänzt.

Seit Juni bietet der Verein eine inklusive Bambinistunde unter der Leitung der hiesigen Reitlehrerin Conny Hilsenbek sowie der Sonderpädagogikstudentin Ines Hilpert an. „Inklusion und Integration fangen schon bei den Kleinsten an. Kinder spielen und entdecken gemeinsam neue Dinge im Umgang mit ihrem Lieblingstier Pferd. Dabei spielt es keine Rolle, was das einzelne Kind kann oder was nicht, es wird sich untereinander geholfen. So werden Inklusion und Integration schon von Anfang an gelebt“, berichtet Ines Hilpert. Der Gedanke der gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe wird gefördert und im Bewusstsein von klein auf verankert.

Das Angebot der inklusiven Bambinistunde richtet sich an alle Kinder mit und ohne Beeinträchtigung im Alter von 4 bis 7 Jahren. Die inklusive Bambinistunde findet wöchentlich für jeweils 1,5 Stunden statt. Neben dem Sammeln von ersten Reiterfahrungen stehen das Miteinander und der Spaß der Kinder im Vordergrund. Es wird gemeinsam gemalt, gespielt, gebastelt und es werden viele Erfahrungen und der Umgang mit dem Partner Pferd erlernt. Conny Hilsenbek berichtet: „Es haben sich bereits einige Freundschaften entwickelt und die Kinder freuen sich jedes Mal schon auf die nächste Woche.“ Jede Woche erwartet die Kinder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm.

Ihr Kind möchte ebenfalls an der Bambini-Reitstunde teilnehmen?
Sie erreichen unsere Reitlehrerin Conny Hilsenbek unter der folgenden Nummer: 0152-57157047

Zehn Jahre inklusives Schulfest beim Reitverein Würtingen

08. Juli 2019

Zehn Jahre inklusives Schulfest beim Reitverein Würtingen

Die eigentlichen Stars hielten sich an diesem schönen Sommertag ein wenig zurück. Erst bei der Vorführung der Reitschüler des Reit- und Fahrvereins Würtingen durften sie ihre Qualitäten zeigen. Lolek, Missy, Mona und Dramatic, die Schulpferde des Vereins, die Woche für Woche gehandicapten Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen für die Dauer einer Reitstunde die Spur eines anderen Lebensgefühls bieten.
Doch der Reihe nach.
Nach und nach trudelten letzten Dienstag die großen KBF-Busse der Dreifürstensteinschule in Münsingen auf dem Gelände des Reitvereins in St. Johann-Würtingen ein. Rund fünfzig Kinder und Jugendliche mit Lehrern, Therapeuten und Betreuern waren zu Gast, der Reitverein mit fast zwanzig Jugendlichen zeigte sich als vorbildlicher Gastgeber. Bereits zum zehnten Mal feierten die Dreifürstensteinschüler ihr Schulfest im Verein. „Der Ausflug zum Reitverein Würtingen ist immer ein Höhepunkt im Schulalltag der Dreifürstensteinschüler“, sagt Tina Kaiser, stellvertretende Schulleiterin der Dreifürstensteinschule und Jugendwart im Reitverein Würtingen. „Es ist immer wieder bemerkenswert, wie wenig die vermeintlichen Unterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen eine Rolle spielen“, ergänzt sie.

Man kennt sich mittlerweile seit Jahren und freut sich jedes Jahr aufs Neue auf das Wiedersehen beim bunten Miteinander im Verein.

Wieder einmal standen die Reithalle und die Heukammer des Vereins im Mittelpunkt des Geschehens. Es wurde an inklusiven Mitmachstationen zusammen gespielt, die eigene Geschicklichkeit unter Beweis gestellt und im Heukino wurde bei Bildern in Erinnerungen an das therapeutische Reiten geschwelgt.

Zum Abschluss fand auf dem Reitplatz unter der Begleitung von schmissiger Musik die Vorführung der Schulpferde zusammen mit den Reitschülern des Reitvereins Würtingen statt. „Dieses Schulfest ist ein Beweis dafür, dass Inklusion nicht nur im Kleinen und im Alltag funktioniert. Man muss es nur wollen und dann auch machen.“

Auf ein Neues in 2020.

Erneute Auszeichnung

26. Juni 2018

Erneute Auszeichnung – Town & Country Stiftung unterstützt den Reit- und Fahrverein Würtingen e.V. mit einer Spende für besondere Inklusions- und Integrationsarbeit

St. Johann 26.06.2016
Der Reit- und Fahrverein Würtingen e.V. unterstützt mit dem Projekt „Auf dem Pferd hat jeder vier Beine – Inklusion von klein bis groß!“ das Miteinander der Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Für das bemerkenswerte Engagement wurde der Verein mit 1.000,-€ durch die Town & Country Stiftung gefördert. Die Spendenübergabe fand im Rahmen einer inklusiven Reitstunde unter Anwesenheit der stellvertretenden Schulleiterin der Dreifürstensteinschule, der Reitschüler und des Vorstands des Vereins statt. Die Spende soll zur integrativen Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen sowie zur weiteren Ausbildung eines Therapiepferdes verwendet werden.

In seiner 65-jährigen Geschichte nimmt das Thema Inklusion und Integration des Vereins einen zentralen Stellenwert ein. Der Reit- und Fahrverein Würtingen e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Miteinander der Menschen und Pferde, ob in der Freizeit oder als Therapiemaßnahme, zu fördern. Mit der Spende wird das Inklusionsprojekt für alle Altersgruppen (6 Jahre bis 60 Jahre) erweitert. In Zusammenarbeit mit der Dreifürstensteinschule Münsingen, ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, bietet der Verein Besuchern Sonderpädagogen an, die ihnen mit dem Pferd zur Seite stehen. Der Verein unterstützt die soziale Integration sowie Inklusion und bietet den Kindern und Jugendlichen sportliche Bewegung. Das Pferd bewegt den Menschen und damit auch die Kinder und Jugendlichen seelisch und körperlich. Die Tiere vermitteln den Kindern neue Körpererfahrungen. Das Gleichgewicht und die Haltung werden geschult. Auch beim Versorgen und Pflegen der Tiere helfen die Kinder mit und lernen auf diese Weise, Verantwortung zu übernehmen. Weitere Informationen zum Engagement des Vereins finden Sie unter www. reitverein-wuertingen.de/engagement/inklusion

Klaus Leipold, Botschafter der Town & Country Stiftung und Geschäftsführer der HTR GmbH Haus-Traum-Realisierung, übergab den symbolischen Spendenscheck und sagte über das Projekt: „Mit dem Inklusionsprojekt des Vereins haben Menschen jeglichen Alters die Möglichkeit auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung und können gemeinsam gleichberechtigt Spaß haben. Dabei werden individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.“

Die Town & Country Stiftung vergibt 2018 zum sechsten Mal in Folge den Town & Country Stiftungspreis. Ein wesentliches Anliegen der Stiftung und der Botschafter ist die Unterstützung und Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Das soziale Engagement aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen des Reit- und Fahrverein Würtingen e.V. verhelfen den Betroffenen zu mehr Chancengleichheit.

Der 6. Stiftungspreis beinhaltet Spenden in einer Gesamthöhe von fast 600.000,-€ Es werden 500 Einrichtungen, die die Auswahlkriterien erfüllen, mit jeweils 1.000,-€ gefördert. Aus allen nominierten Projekten wählt eine unabhängige Jury das herausragendste Projekt pro Bundesland, welches mit einem zusätzlichen Förderbetrag prämiert wird. Diese Auszeichnung findet im Herbst 2018 anlässlich der Town & Country Stiftungsgala statt.

Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo gegründet und hat es sich zunächst als Ziel gesetzt, unverschuldet in Not geratene Bauherren und deren Familien zu helfen. Erweitert wurde dieses Vorhaben durch den Stiftungspreis, der gemeinnützigen Einrichtungen zugutekommt, die sich für benachteiligte, kranke und behinderte Kinder und Jugendliche einsetzen. Dank des Engagements der Town & Country Lizenzpartner unterstützt die Town & Country Stiftung u.a. Kinder und Familien, die der Hilfe bedürfen und freut sich über weitere Unterstützer. Weitere Informationen zur Town & Country Stiftung finden Sie unter www.tc-stiftung.de

Integration und Inklusion im Reitstall

19. Juni 2018

Integration und Inklusion im Reitstall
Münsinger Dreifürstensteinschüler feiern im Reitverein Würtingen ihr Schulfest

Bereits zum neunten Mal feierten die körperlich und motorisch eingeschränkten Schüler der Dreifürstensteinschule ihr Schulfest im Reit- und Fahrverein Würtingen und setzten somit die Tradition der gelebten Inklusion in Form ihres jährlichen Schulfestes fort.

„Jetzt führen wir das Schulfest bereits seit so vielen Jahren durch und dennoch bin ich immer wieder aufs Neue berührt, wie Inklusion und Integration im täglichen Miteinander funktionieren können, wenn man sich nur Mühe gibt und ein bisschen anstrengt.“, erzählt Tina Kaiser, stellvertretende Schulleiterin an der Dreifürstensteinschule und Vorstand im Würtinger Reitverein.

Und wie viel Mühe und Anstrengungen die Organisatoren auf sich genommen hatten, konnte man auch wieder bei der Durchführung des Schulfestes letzten Dienstag sehen. Die Vorbereitungen hatten einen Tag vorher am Montag Nachmittag und Abend begonnen. Tische und Bänke wurden aufgebaut und das Heulager des Reitvereins für das beliebte Heukino vorbereitet. Den einzigen Unsicherheitsfaktor stellte das Wetter dar: noch am Montag war nicht sicher, ob es am Dienstag trocken bleiben würde, doch das Wetter spielte bestens mit und bei strahlendem Sonnenschein wurde ab 10:00 Uhr gefeiert.

Rund um den Reitverein standen dichtgedrängt die Busse der KBF. Über fünfzig Kinder und Jugendliche waren mit Lehrern und Betreuern zu Gast. 20 Kinder und Jugendliche des Würtinger Reitvereins hatten extra für diesen Tag schulfrei bekommen. Sie waren es auch, die die Begrüßung der Gäste und Teilnehmer vornahmen und die in der Reithalle beim Spiel- und Spaßprogramm zusammen mit den Neuntklässlern der GWRS Würtingen die Betreuung der einzelnen Mitmachstationen übernahmen. Vom integrativen, gemischten Seilziehen, über Dosenwerfen, einen Fühlparcours bis hin zu einem Hindernisparcours mit Wasserbomben wurde den Schülerinnen und Schülern viel geboten. Die Kinder mit Behinderung bekamen so die Möglichkeit, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern und Jugendlichen sportlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu sein. Hemmschwellen wurden abgebaut und ein selbstverständlicher, normaler Umgang miteinander gelebt. Neu in diesem Jahr war die Bastelstation: Es galt echte Hufeisen zu verzieren und als Andenken mitzunehmen; ein Erlebnis für jeden. Zum Abschluss des Schulfestes gab es noch eine Reitvorführung des Reitvereins. In diesem Jahr standen Dressurübungen und Springeinlagen ohne Sattel (aber natürlich mit Reithelm) an, welche mit großem Beifall gewürdigt wurden.

Durch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grund- und Hauptschule wurde eine weitere Schule mit eingebunden. Die Neuntklässler der GWRS Würtingen hatten ein tolles Salatbuffet hergerichtet, so dass alle gemeinsam Mittagessen konnten.

„Der Aufwand für so ein Schulfest ist nicht zu unterschätzen, aber für uns und unsere Schülerinnen und Schüler ist das einfach das Highlight des Jahres.“, fasst Tina Kaiser diesen Tag zusammen. „Ohne Leistungsdruck gemeinsam Spaß zu haben, neue Kontakte zu knüpfen und nicht zuletzt Vorurteile und Berührungsängste abzubauen; dafür lohnt sich jede Mühe.“ Nächstes Jahr findet das Jubiläum des Schulfestes statt: das Zehnjährige. „Wir freuen uns heute schon auf das Lachen unserer Schülerinnen und Schüler und den unbeschwerten und normalen Umgang miteinander.“

„Auf dem Pferd hat jeder 4 Beine“: Unter diesem Motto kooperiert der Reit- und Fahrverein Würtingen seit dem Jahr 2005 mit der Dreifürstensteinschule in Münsingen. Die Dreifürstensteinschule ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Der Reitverein und die Schule betreiben das Kooperationsprojekt »Therapeutisches Reiten« für die körperbehinderten und motorisch eingeschränkten Münsinger Schüler. 2009 wurde das Projekt von Bundeskanzlerin Merkel ausgezeichnet.

Gelebte Inklusion im Reitstall

27. Juni 2017

Gelebte Inklusion im Reitstall
Münsinger Dreifürstensteinschüler feiern im Reitverein Würtingen ihr Schulfest

ST.JOHANN-WÜRTINGEN. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die motorisch eingeschränkten Schüler der Dreifürstensteinschule ihr Schulfest im Reit- und Fahrverein Würtingen feiern und setzten somit die Tradition der gelebten Inklusion in Form des jährlichen Schulfestes fort.

„Zum achten Mal feiern wir dieses Jahr bereits das gemeinsame Schulfest und jedes Mal aufs Neue ist es ein schönes Erlebnis zu sehen, wie Integration im Miteinander so gut funktioniert.“, stellt Tina Kaiser , Jugendwartin des Würtinger Reitvereins und Lehrerin an der Dreifürstensteinschule, freudig fest.

Rund um den Reitverein standen dichtgedrängt die Busse der KBF. Über fünfzig Kinder und Jugendliche waren mit Lehrern und Betreuern zu Gast. Im Vorfeld war wieder einmal viel Zeit investiert worden, um dieses Fest zu organisieren. Zusammen mit vielen Helfern und Ehrenamtlichen wurde eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, welche den Teilnehmern viel Freude und Spaß bereitete und noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.

22 Kinder und Jugendliche des Würtinger Reitvereins hatten für diesen Tag schulfrei bekommen. Sie waren es auch, die in der Reithalle beim Spiel- und Spaßprogramm die Betreuung der einzelnen Mitmachstationen vornahmen. Vom integrativen, gemischten Seilziehen, über Dosenwerfen, einen Fühlparcours bis hin zu einem Hindernisparcours wurde den Schülern viel geboten. Die Kinder mit Behinderung bekamen so die Möglichkeit, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern und Jugendlichen sportlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu sein. Hemmschwellen wurden abgebaut und ein selbstverständlicher, normaler Umgang miteinander gelebt.

Durch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grund- und Hauptschule wurde eine weitere Schule mit eingebunden. Die Achtklässler der GWRS Würtingen hatten ein super Salatbuffet hergerichtet, so dass alle gemeinsam Mittagessen konnten.

„Klar bedeutet so eine Veranstaltung immer auch eine gehörige Portion Aufwand, aber das Lachen der Kinder und der unbeschwerte und normale Umgang untereinander belohnen uns immer wieder und motivieren uns, auch nächstes Jahr dieses Schulfest wieder auszurichten.“, fasst Tina Kaiser diesen Tag zusammen.

„Auf dem Pferd hat jeder 4 Beine“: Unter diesem Motto kooperiert der Reit- und Fahrverein Würtingen seit dem Jahr 2005 mit der Dreifürstensteinschule in Münsingen. Die Dreifürstensteinschule ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Der Reitverein und die Schule betreiben das Kooperationsprojekt »Therapeutisches Reiten« für die körperbehinderten und motorisch eingeschränkten Münsinger Schüler. 2009 wurde das Projekt von Bundeskanzlerin Merkel ausgezeichnet.

 

Auszeichnung für den Reit- und Fahrverein

08. Juli 2016

Erneute Auszeichnung für den Reit- und Fahrverein Würtingen e.V.

Town & Country Stiftung vergibt Spende an Kinderhilfsprojekt des Reit- und Fahrvereins Würtingen

26.06.2016, St. Johann – Im Rahmen des großen Reitturniers überreichte die Town & Country Stiftung am Sonntag eine Spende in Höhe von EUR 500,00 an den Reit- und Fahrverein Würtingen. Die Spende soll zur integrativen Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen verwendet werden.

Der Town & Country Stiftungspreis wird jährlich und in diesem Jahr bereits zum vierten Mal von der Town & Country Stiftung ausgeschrieben. Der Fokus der Förderung im Rahmen des Stiftungspreises liegt auf der Unterstützung von benachteiligten Kindern. In diesem Jahr werden 568 Kinderhilfsprojekte mit jeweils EUR 500,00 gefördert. Auch der Reit- und Fahrverein Würtingen ist eine Einrichtung, die finanzielle Unterstützung erhält.

Die Town & Country Stiftung unterstützt mit dem Stiftungspreis das Anliegen der Einrichtung, Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten. Der Verein unterstützt die soziale Integration sowie Inklusion und bietet den Kindern und Jugendlichen sportliche Bewegung. Das Pferd bewegt den Menschen und damit auch die Kinder und Jugendlichen seelisch und körperlich. Die Tiere vermitteln den Kindern neue Körpererfahrungen. Das Gleichgewicht und die Haltung werden geschult. Auch beim Versorgen und Pflegen der Tiere helfen die Kinder mit und lernen auf diese Weise, Verantwortung zu übernehmen. Außerdem besteht zwischen dem Verein und der Körperbehindertenschule in Münsingen seit einigen Jahren ein erfolgreiches Kooperationsprojekt. „Für Kinder und Jugendliche mit Behinderung ist es sehr schwierig, ihre Freizeit mit gesunden Gleichaltrigen zu verbringen. Es ist wichtig, die Gruppen zusammenzubringen, sodass behinderte Kinder ein Gefühl von Normalität verspüren und gesunde junge Menschen Vorurteile ablegen und Toleranz üben können“, sagte Klaus Leipold, Botschafter der Town & Country Stiftung und Geschäftsführer der HTR GmbH Haus-Traum-Realisierung.

Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo ins Leben gerufen mit dem Anliegen, unverschuldet in Not geratenen Hauseigentümern und benachteiligten Kindern zu helfen. Die Arbeit der Stiftung wird durch die Spendenbereitschaft der Town & Country Lizenzpartner des Town & Country Franchise-Systems ermöglicht.

Gelebte Inklusion im Reitstall

10. Juni 2016

Gelebte Inklusion im Reitstall
Münsinger Dreifürstensteinschüler feiern im Reitverein Würtingen ihr Schulfest

ST.JOHANN-WÜRTINGEN. Selbst der Wettergott spielte mit und bei strahlendem Sonnenschein konnten die körperbehinderten und motorisch eingeschränkten Schüler der Dreifürstensteinschule ihr Schulfest im Reit- und Fahrverein Würtingen feiern und setzten somit die Tradition der gelebten Inklusion in Form des jährlichen Schulfestes fort.

„Wir feiern dieses Jahr bereits zum siebten Mal. Die Jugendlichen des Reitvereins und unsere Schüler freuen sich schon lange im Vorfeld auf dieses Fest.“, äußert sich Tina Kaiser, Jugendwartin des Würtinger Reitvereins und Lehrerin an der Dreifürstensteinschule.

Die Parkplätze rund um den Reitverein waren mit den KBF-Bussen der Dreifürstensteinschule knackig gefüllt. Über fünfzig Kinder und Jugendliche waren mit Lehrern und Betreuern zu Gast. Im Vorfeld war wieder einmal viel Zeit investiert worden, um dieses Fest zu organisieren. Zusammen mit vielen Helfern und Ehrenamtlichen wurde eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, welche den Teilnehmern viel Freude und Spaß bereitete und noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.

Fünfundzwanzig Kinder und Jugendliche des Würtinger Reitvereins hatten für diesen Tag schulfrei bekommen. Sie waren es auch, die in der Reithalle beim Spiel- und Spaßprogramm die Betreuung der einzelnen Mitmachstationen vornahmen. Vom integrativen, gemischten Seilziehen, über Dosenwerfen, einen Fühlparcours bis hin zu einem Hindernisparcours wurde den Schülern viel geboten. Die Kinder mit Behinderung bekamen so die Möglichkeit, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern und Jugendlichen sportlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu sein. Hemmschwellen wurden abgebaut und ein selbstverständlicher, normaler Umgang miteinander gelebt.

Und auch in diesem Jahr durften zwei Highlights des Schulfestes nicht fehlen: Das Kino im Heulager und die Heuschlacht.

Durch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grund- und Hauptschule wurde eine weitere Schule mit eingebunden. Die Achtklässler der GWRS Würtingen hatten ein super Salatbuffet hergerichtet, so dass alle gemeinsam Mittagessen konnten.

„Klar bedeutet so eine Veranstaltung immer auch eine gehörige Portion Aufwand, aber das Lachen der Kinder und der unbeschwerte und normale Umgang untereinander belohnen uns immer wieder und motivieren uns, auch nächstes Jahr dieses Schulfest wieder auszurichten.“, fasst Tina Kaiser diesen Tag zusammen.

„Auf dem Pferd hat jeder 4 Beine“: Unter diesem Motto kooperiert der Reit- und Fahrverein Würtingen seit dem Jahr 2005 mit der Dreifürstensteinschule in Münsingen. Die Dreifürstensteinschule ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Der Reitverein und die Schule betreiben das Kooperationsprojekt »Therapeutisches Reiten« für die körperbehinderten und motorisch eingeschränkten Münsinger Schüler. 2009 wurde das Projekt von Bundeskanzlerin Merkel ausgezeichnet.

Weihnachten im Reitverein

18. Dezember 2015

Weihnachten im Reitverein

Die Reithalle war letzten Sonntag proppenvoll.
Am 3. Advent haben wir unser traditionelles Weihnachtsreiten mit einer Aufführungsinterpretation des Dschungelbuchs aufgeführt. 28 Reiterinnen und Reiter aller Altersgruppen sowie 14 Pferde nahmen teil.

Der jüngste Darsteller war der sechs Monate alte Louis als Baby Mogli in der ersten Szene. Auch kam das Thema Inklusion – eine Aufgabe, die wir uns als Reitverein durchgehend in unserem Handeln verpflichtet sehen – nicht zu kurz. Die 12-jährige blinde Lea Eberhardt aus Mehrstetten ritt in einer Szene auf unserem Schulpferd Flipper als einer der Wölfe. Sie hatte ihre Sprechrolle bestens einstudiert und war richtig froh, an dem Weihnachtsreiten teilnehmen und teilhaben zu können.

Die zehn Szenen der Vorführung dauerten eine knappe Stunde, so dass die sehr vielen Zuschauer einen kurzweiligen Abend hatten. Am Ende kam auch noch der Nikolaus und brachte allen Kindern in der Reithalle eine kleine Überraschung. Bei einem Büffet aus salzigen und süßen Speisen, Glühwein, Punsch und anderen Getränken ließen alle den schönen Abend ausklingen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die aktiv an der Vorführung mitgewirkt haben, bei allen Helfern vor und hinter den Kulissen, bei den Jungs und Mädels vom Büffet und der Gastro, bei Flori von der Technik, den Eltern und Verwandten für ihre Hilfe beim Kostüme nähen und Kuchen backen und allen anderen, die hier leider nicht im Detail aufgeführt werden können.

Hier noch einmal im Einzelnen die Teilnehmer und Darsteller:

Mogli in seinen verschiedenen Lebensjahren spielten Louis Reiche, Mia Ziegelmüller, Kim Schill, Nathalie Grailich und Lina Rinderknecht

Baghira wurde gespielt von Thomas Reiche und Emely Reimann.

Als Balu traten Zoe Caleta und Sabrina Häfele auf.

Das Rolle des Menschenkindes wurde von Nadine Kitsch übernommen.

Viele Wölfe traten auf. Im Einzelnen waren das Lea Eberhardt, Leonard Raabe, Hannes Kaiser, Marcel Öffinger, Marina Öffinger, Lotta Ziegelmüller, Melanie Reiche sowie Kim Jaiser.

Die Elefanten waren Sven Bossert, Leonie Wolf, Chiara Tortorella und Leni Zutavern.

Shir Khan wurde verkörpert von Nina Schwantzer.

Als Affen hatten Stephanie Beck und Melanie Laubmayer ihren Auftritt.

Die Geierrollen wurden von Kara Erpenbach und Lina Wolf übernommen.

Und zu guter Letzt wurde die Schlange Kaa von Lea Jaiser gespielt.

Ein besonderer Dank geht an unsere Reitlehrerin Madeleine Roth: Was sie zusammen mit den anderen Helfern in vielen Stunden ihrer Freizeit auf die Beine gestellt hat, war wieder einmal klasse.

Und nicht zu vergessen unsere braven Schulpferde und alle Privatpferde, die dankenswerter Weise für die Aufführung zur Verfügung gestellt bzw. mitgebracht wurden. Danke!

Eine schöne Weihnachten wünscht Euer Reitverein!

PS:
Sie oder Ihr Kind oder Enkel wollen auch reiten lernen? Oder Sie wollen wieder einsteigen?

Rufen Sie uns einfach an (07122-9313) oder kontaktieren Sie uns über unsere Homepage unter www.reitverein-wuertingen.de

Gelebte Inklusion

26. Juni 2015

Gelebte Inklusion – Münsinger Dreifürstensteinschüler feiern im Reitverein Würtingen

Zum wiederholten Male feierten die körperbehinderten Schüler der Dreifürstensteinschule ihr Schulfest im Reit- und Fahrverein Würtingen. „Es ist schon so etwas wie eine gute Tradition geworden.“, sagt Tina Kaiser, Jugendwartin des Würtinger Reitvereins und Lehrerin an der Dreifürstensteinschule.

Über fünfzig Kinder und Jugendliche von der Münsinger Schule für Körperbehinderte waren mit Lehrern und Betreuern zu Gast. Tina Kaiser hatte, wie auch in den vergangenen Jahren, alle organisatorischen Register gezogen und zusammen mit vielen Helfern und Ehrenamtlichen ein Fest auf die Beine gestellt, welches den Teilnehmern viel Freude und Spaß bereitete und noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird. Wieder einmal wurden Hemmschwellen zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen abgebaut und ein selbstverständlicher, normaler Umgang miteinander gelebt.

18 Kinder und Jugendliche des Würtinger Reitvereins hatten für diesen Tag schulfrei bekommen. Sie waren es auch, die in der Reithalle beim Spiel- und Spaßprogramm die Betreuung der einzelnen Mitmachstationen vornahmen. Vom integrativen, gemischten Seilziehen, über Dosenwerfen, einen Fühlparcours bis hin zu einem Hindernisparcours wurde den Schülern viel geboten. Die Kinder mit Behinderung bekamen so die Möglichkeit, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern und Jugendlichen sportlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu sein.

Abgerundet wurden die Aktivitäten durch ein gemütliches Kino im Heulager, bei dem es Bilder aus der Pferdewelt zu sehen gab. Wer mochte konnte an einer deftigen Heuschlacht teilnehmen. Zum Abschluss fand auf dem Reitplatz noch eine Springvorführung der Jugendlichen des Reitvereins statt, welche viel Applaus bekam.

Durch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grund- und Hauptschule wurde eine weitere Schule mit eingebunden. Die Siebt- und Achtklässler der GWRS Würtingen hatten verschiedene Salate zubereitet und ein super Salatbuffet hergerichtet, so dass alle gemeinsam Mittagessen konnten.

„Wo das Thema Inklusion für andere Vereine noch Neuland bedeutet, ist es für uns seit vielen Jahren Normalität.“, fasst Tina Kaiser diesen Tag zusammen.

Seit zehn Jahren betreiben Reitverein und Schule das Kooperationsprojekt »Therapeutisches Reiten« für die körperbehinderten Münsinger Schüler. 2009 wurde das Projekt von Bundeskanzlerin Merkel preisgekrönt. Klar ist auch, dass dieses Schulfest auch im nächsten Jahr wieder einen Höhepunkt im Schul- und Vereinsleben darstellen wird.

Inklusion im Pferdesport

02. Oktober 2014

Inklusion im Pferdesport.

Soziales Engagement und Jugendförderung sind gelebte Themen beim Reit- und Fahrverein Würtingen e.V.

Mit freundlicher Genehmigung des Reiterjournals. (Wentsch)

Inklusion – ein Begriff der im Zusammenhang mit der gemeinsamen schulischen Ausbildung von Behinderten und Nichtbehinderten aktuell immer wieder in den Medien zu hören ist. Laut Duden ist die Inklusion ein Synonym zur Integration und bezeichnet in der Soziologie das Miteinbezogensein oder die gleichberechtigte Teilhabe an etwas. Deshalb ist Inklusion auch nicht nur an den Schulen ein wichtiges Thema, sondern sollte in allen Lebensbereichen berücksichtigt werden. Grade im Reitsport finden Behinderte, seien es Erwachsene oder Kinder, einen wichtigen Ausgleich in ihrem nicht immer einfachen Alltag und können zusätzlich in vielerlei Hinsicht gefördert werden.

 

Jede Woche wird Inklusion gelebt

Aus diesem Grund kooperiert der Reit- und Fahrverein Würtingen e.V. seit dem Jahr 2005 unter dem Motto „Auf dem Pferd hat jeder vier Beine“ mit der Körperbehindertenschule „Dreifürstensteinschule“ in Münsingen (KBS). Jede Woche kommen seither Schüler der KBS Münsingen in den Reitverein, um dort auf dem Rücken des Schulpferdes Penny ein für sie völlig neues Lebensgefühl zu erfahren.

 

Engagement wird belohnt

Der 1952 gegründete Reit- und Fahrverein Würtingen e.V. mit seinen rund 130 Mitgliedern wurde bereits mehrfach für sein Engagement ausgezeichnet. Unter anderem konnte sich der Verein mit seinen Projekten rund um soziales Engagement für die Vergabe des „Großen Stern des Sports in Gold“ qualifizieren und platzierte sich hier bei über 2.500 Bewerbungen unten den besten 18. Im Rahmen der Preisverleihung gratulierte sogar Bundeskanzlerin Merkel persönlich der Projektleiterin und Jugendwartin Tina Kaiser. „Dank der Fördergelder, die durch Aktionen wie diese in unsere Vereinskasse fließen, ist es uns möglich, weiter aktiv zu sein und neue Ideen auch umsetzen zu können.“, so Tina Kaiser. „Ein kleiner Verein wie unserer ist sonst nicht in der Lage, mitzuhalten.“

Apropos mithalten. Auch im letztjährigen Wettbewerb „Beste Jugendarbeit“ des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg, konnten sich die Würtinger behaupten und sicherten sich den fünften Platz.

 

Gemeinsam feiern

Aktionen abseits des Pferderückens galt es in der Bewerbung vorzustellen, und für die 40 Kinder und Jugendlichen stand schnell fest, dass neben Aktivitäten wie Kanufahren, Leckerlisbacken oder Boxenstreichen das alljährliche Sommerfest hierfür bestens geeignet ist. Das große Fest entstand aus der Kooperation mit der Dreifürstensteinschule Münsingen in Zusammenarbeit mit der örtlichen Grund- und Hauptschule Würtingen und gehört zu den Veranstaltungs-Highlights des Vereins. Dabei bringen sich die Jugendlichen, die für diesem Tag schulfrei bekommen, in die Organisation ein. „Es ist uns wichtig, unseren Nachwuchsreitern Verantwortung zu übertragen, nur so behalten sie das Interesse am Reitsport.“, ist sich Tina Kaiser sicher. Anfängliche Berührungsängste zwischen nichtbehinderten und behinderten Kindern verfliegen dann im Stall, an Fühlstationen, beim gemeinsamen Tauziehen, im Heukino oder bei einer deftigen Strohschlacht schnell, und der Spaß am gemeinsamen Feiern rückt in den Vordergrund. Beim Reit- und Fahrverein Würtingen gehört „gelebte Inklusion“ eben einfach dazu.